
Schwerpunkt: Datenverarbeitungstechnik

Mein Name ist Andreas Vogt. Schon früh Mitte der 1980er Jahre im Computerkabinett einer DDR-Oberschule faszinierte mich die Computertechnik. Aus diesem Interesse entwickelte sich eine langjährige Beschäftigung mit Heimcomputern, später PCs, Netzwerken, Servern und moderner IT-Infrastruktur.
Beruflich arbeite ich als System-Administrator und Webmaster.
Computer sind für mich mehr als Technik.
Sie begleiten mich seit meiner Jugend – vom ersten Kontakt mit Computern in den 1980er Jahren bis zur heutigen professionellen IT.

So kam ich zur Computer-Technik

Mein erster Heimcomputer vor der Wende war ein gebrauchter Robotron KC 87. Dieser war privat schwer zu bekommen und wurde damals einfach an einem Fernseher angeschlossen. Einen Monitor zu Hause zu haben wäre Luxus gewesen.
Bei den Heim- bzw. Kleincomputern (KC) war es üblich, dass der Rechner eine integrierte Tastatur hatte, ausgenommen der KC85/2-4-Reihe. Der KC87 hatte seinen BASIC-Interpreter bereits im ROM, er musste also nicht erst umständlich von Kassette geladen werden. Die Zahl stand für das Veröffentlichungsjahr.
Auch der KC 87 lies sich mit Zusatzmodulen erweitern, z.B. Spracheingabe oder RAM-Erweiterung bis auf 64kB. Ich konnte mir damals nur 48kB leisten, diese kosteten damals ca. 600,- DDR-Mark, was fast mein gesamtes Erspartes verzehrte. Aber damit funktionierten auch komplexere Spiele und das hatte natürlich noch andere Vorteile. Die Programme waren alle in BASIC programmiert. Das konnte man recht schnell lernen, auch, indem man vorhandene Programme modifiziert; z.B. die Spielefigur verschönert etc. 🙂
Der Prozessor war ein 8-Bit U880, ein nicht lizenzierter Nachbau des westlichen Zilog Z80, und hatte stolze 2,5 MHz.
Von einem West-Onkel bekam ich dann einen schönen Joystick geschenkt, der natürlich so an den KC nicht angeschlossen werden konnte. Daher nahm mein Vater den Rechner damals mit zu Zeiss in Jena, wo ein Kollege mir eine passende Buchse dazu einbaute. Der West-Joystick funktionierte danach tadellos.
Computerspiele konnten in der DDR noch problemlos kopiert und getauscht werden, es gab dafür kein Urheberrecht. Tja, es gab ja noch kein Internet, und daher wurden oft per Paketpost Kassetten ausgetauscht, man sprach meistens auf das gleiche Band auf, welches Programm nun folgte.
Dennoch war das alles nun leider rausgeschmissenes Geld, hätte man vorher gewusst, dass die Wende naht.




Zur Wende verkaufte ich den KC 87 an einen Sammler und erwarb bei meinem Nachbarn seinen Commodore C16 inkl. Monochom-Monitor und Datasette. Dieser hatte ihn wohl noch vor der Wende von einer West-Verwandtschaft bekommen.
Das war natürlich – zumindest auf Hinsicht der Spiele – eine andere Liga. Der konnte recht gut Pixelgrafik, und einen Joystick hatte ich ja schon 🙂
Auch der C16 hatte BASIC als Programmiersprache integriert, dieses hatte jedoch leider einen kleineren Befehlssatz als die Rechner von Robotron. Für den C16 gab es bereits ein externes 5,25´´ Diskettenlaufwerk (Floppy), aber privat hatten das die wenigsten.
Sein 8-Bit-Prozessor schaffte bis zu 1,76 MHz.
Doch auch der wurde langsam uninteressant, der neue Commodore Amiga 500 kam in die Computerläden. Der war damals ein absolutes Highlight, was vor allem die 4096 Farben angeht, die er darstellen konnte. Sein Herz war ein 16-Bit Motorola 68000 Prozessor mit 7 MHz.
Der hatte auch schon eine Maus für die inzwischen grafische Benutzeroberfläche „Workbench 1.3“, welche die bis daher textbasierende Befehlseingabe nach und nach ablöste. Und endlich wurde auch die Magnetband-Datasette durch ein internes 3,5´´ Diskettenlaufwerk (Floppy-Disk) ersetzt. Was für eine Evolution! Die ewig langen Ladezeiten der umständlichen Bandkassetten war vorbei! Es gab auch schon ein externes CDROM-Laufwerk, aber das hatten die wenigsten.
Für damalige Verhältnisse war der Spielesound und -Grafik einfach toll.
Der Systemkern des Amiga-Betriebssystems, der grundlegende Funktionen wie Hardware-Steuerung, Speicherverwaltung und das Booten des Computers bereitstellt, hieß Kickstart. Er wurde beim Amiga 500 fest auf einem ROM-Baustein untergebracht.



Mein letzter Heimcomputer war der Commodore Amiga 1200. Das war dann so eine Art Flaggschiff, das bereits zusätzlich zum eingebauten Diskettenlaufwerk eine interne 3,5´´ Festplatte enthielt und natürlich einen 32-Bit Prozessor (14 MHz) und mehr Arbeitsspeicher (2 MB). Die elende Disketten-Wechselei während anspruchsvoller Spiele nahte sich dem Ende, und die Ladezeiten vom Datenträger wurden erheblich kürzer. (Manche Spiele hatten bis zu 11 Disketten!) Auch damals stieg bereits der Datenhunger mit dem Stand der Technik.
Zur damaligen Zeit war noch ein PC langweilig, und in den Kinderzimmern glühten die Amigas oder Ataris. Das änderte sich erst, als die ersten erschwinglichen Grafik- und Soundkarten zum Nachrüsten für den PC erschienen, und damit auch bessere Spiele.
1995 zu Beginn meiner Fachschul-Zeit kam letztendlich der Heimcomputer weg und ein Personal-Computer ins Haus, der hatte MS-DOS 6.2 als Betriebssystem und Windows 3.1 als grafische Benutzeroberfläche, einen Intel-Prozessor 486 DX-II mit 4MB Arbeitsspeicher. Natürlich wurde letzterer später auf 8MB für viel Geld aufgerüstet. Spiele-Grafikkarte und Soundblaster-Karte waren ja sowieso ein Muss. Als Zusatz schloss ich später einen 9-Nadel-Farbdrucker sowie ein analoges Modem mit 14,4 kB/s an, um ins Internet und BTX zu kommen. Damals kostete der Internetzugang noch pro Minute Geld.
1995 hatte ich meine erste eigene Homepage online!

Mein Leben – vom Elektriker zur IT

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