Was ist der Goldring?
Kurz zusammengefasst für neue Leser …
Der GOLDRING ist eine Wirtschaftsgemeinschaft, in der, wie in Tauschringen, Wirtschaftsleistungen (Dinge oder Dienste) angeboten bzw. in Anspruch genommen werden können. Bei der Entwicklung dieses Konzepts ist Günter Koch davon ausgegangen, dass es in einer Gesellschaft (einem Staat) eine große Anzahl Menschen gibt, die keiner bezahlten Arbeit nachgehen. Es könnten dennoch mit technischen Hilfsmitteln (Automation) genügend Waren und Dienste angeboten werden, um Wohlstand für alle zu schaffen. Dass das nicht so ist, liegt am Geldsystem.
Die Organisatoren der Tauschringe gehen von der unrealistischen Annahme aus, dass jeder Mensch irgendwelche Dienste erbringen kann. Angebot und Nachfrage in Tauschringen passen oft nicht zusammen. Wenn es aber Voraussetzung ist, dass jeder Dienste einbringen muss, führt das unweigerlich zu Problemen, die beim Bundestreffen 2001 in Hamburg dokumentiert wurden. In Tauschringen ist es bereits ein Problem, wenn nur ein einziges Mitglied dauernd keine Leistungen erbringt, egal ob es leistungsunfähig ist oder seine Angebote nicht gefragt sind.
Der Goldring hat die Idee des bedingungslosen Grundeinkommen – im Vergleich zu anderen Initiativen – erfolgreich umgesetzt, und ist nicht an einfachen Debatten gescheitert. Im Goldring muss man nicht erst Steuern erheben um ein Grundeinkommen zu ermöglichen, sondern man lässt den Teilnehmern deren Freiheit.
Weil der Kreislauf so organisiert ist, dass öffentliche Aufgaben innerhalb des Systems finanziert werden.
Einführung der App, kein Mitgliedsbeitrag
Um Risiken (Anwartschaften, Umtauschbarkeit in Euro, Bankenaufsicht) zu vermeiden, wurde die Anwartschaft bis zur nötigen Akzeptanz der Bevölkerung aus regulatorischen Gründen ausgesetzt.
Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft; Details in den Downloads.
Der Goldring versteht sich als Modell und ordnet sich geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen unter.
Ja. Wir dokumentieren kritische Perspektiven transparent und nehmen sie ernst. → Presse & Stimmen.
Durch klare Regeln, Transparenz und digitale Nachvollziehbarkeit in der App.
Sie dient als zentraler Akteur zur Kreislaufsteuerung (modellhaft).
Im Modell steht die Funktionsfähigkeit des Kreislaufs im Vordergrund; reale Preisbildung ist kein Ziel des Tests.
Auch im GOLDRING finden nicht alle Angebote einen Abnehmer. Das ist aber kein Problem, da von den Konten keine Abbuchungen, die mit Steuern vergleichbar wären, vorgenommen werden, so dass unproduktive Mitglieder nicht in die Verschuldung geraten. Im GOLDRING können auch dauernd Leistungsunfähige, z. B. alte Leute, teilhaben.
In diesem kleinen Video werden grundlegende Fragen beantwortet:
Günter Koch´s Patentrezept funktioniert unter folgenden Voraussetzungen:
- Das Geldwesen muss in der Hand des Staates sein. Damit ist privaten Geldinstituten die Geschäftsgrundlage entzogen.
- Es muss zwischen den Begriffen Geld (Münzen und Banknoten) und Guthaben (Kontengutschriften) unterschieden werden.
- Dabei benötigt der Staat weder Steuern noch Abgaben.
- Jeder Bürger – von der Geburt bis zum Tode – bekommt Bürgergeld.
- Die Menge aller Guthaben darf nicht grenzenlos wachsen. Ein Konto beginnt mit der Geburt bei Null und muss mit dem Tode wieder Null sein. Das zum Todeszeitpunkt nicht in Anspruch genommene Restguthaben kann nicht vererbt werden, es verfällt. Dafür können aber Sachwerte ohne Begrenzung steuerfrei vererbt werden.
Damit gilt: Alles, was machbar ist, ist auch finanzierbar.
Einige Vertreter anderer Geldsysteme kritisieren das Goldring‑Modell als zu unkonventionell. Die Projektbetreiber halten dagegen und verweisen auf Modellberechnungen. Ausführlich kann man unser Modell hier nachlesen.